Kunst und Heimatgeschichte in Vorpommern

Galerie Franzburg

Ein Ort für wechselnde Ausstellungen, regionale Kunst und überraschende Begegnungen mitten im historischen Franzburg.

Kunst sichtbar machen

Die Galerie Franzburg bietet Kunstschaffenden aus der Region die Möglichkeit, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren. Etwa alle zwei Monate entsteht eine neue Ausstellung. Das Spektrum reicht von regionalen Motiven und abstrakter Malerei über Fotografie und Lichtskulpturen bis zu Schmuck und Keramik.

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Wechselnde Ausstellungen

Regelmäßig neue Positionen, Themen und künstlerische Ausdrucksformen.

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Regionale Kunst

Eine Bühne für Kunstschaffende aus Franzburg, Vorpommern und darüber hinaus.

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Vielfältige Techniken

Malerei, Fotografie, Skulptur, Lichtkunst, Schmuck, Keramik und Kunsthandwerk.

Programm und Rückblick

Ausstellungen

Entdecken Sie aktuelle, kommende und vergangene Ausstellungen der Galerie Franzburg.

Kommende Ausstellungen

Sonderausstellung zur Namensgebung „Bertram von Schmiterlöw Galetie Franzburg“ Kommend

10. Januar bis 28. Februar 2027

Sonderausstellung zur Namensgebung „Bertram von Schmiterlöw Galerie Franzburg“

Künstler Bertram von Schmiterlöw

In dem Zeitraum vom 10.01. bis zum 28.02.2027 wird diese außergewöhnliche Ausstellung zu den Sonderöffnungszeiten: Samstag und Sonntags von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr gezeigt. Die ganze Vielseitigkeit des Ehrenbürgers von Franzburg wird bei dieser Sonderausstellung dem Publikum präsentiert.

Die Nordlichter stellen sich vor Kommend

7. bis 28. März 2027

Die Nordlichter stellen sich vor

Künstler Mitglieder der Künstlerkolonie – die Nordlichter

14 Künstler, viele Perspektiven: Die Nordlichter stellen sich vor Vom 7. bis 28. März 2027 zieht die Vielfalt der Kunst in die Bertram von Schmiterlöw Galerie Franzburg ein. Noch vor dem offiziellen Saisonstart lädt die Künstlerkolonie „die Nordlichter“ zu einer Gemeinschaftsausstellung ein, die unterschiedliche Ausdrucksformen und persönliche Handschriften zusammenführt. 14 Künstlerinnen und Künstler gehören der Kolonie an: Maler, Bildhauer, Fotografen, Musiker und Schriftsteller. Was sie verbindet, ist die Freude am schöpferischen Arbeiten und am Austausch über die Grenzen der eigenen Kunst hinaus. So begegnen sich Bilder, Formen, Fotografien, Klänge und Worte, eröffnen neue Blickwinkel und machen neugierig auf die Menschen dahinter. Persönlich kennenlernen am 7. März Unter dem Motto „Die Künstlerkolonie, die Nordlichter stellen sich vor“ beginnt am Sonntag, dem 7. März 2027, ab 12:00 Uhr eine besondere Veranstaltung zum Auftakt der Ausstellung. Wer sind die Nordlichter? Was bewegt sie, was inspiriert sie, und wie entstehen ihre Arbeiten? Dieser Tag bietet Gelegenheit, mit Mitgliedern der Kolonie ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und Kunst aus einer persönlichen Perspektive kennenzulernen. Auch wer einfach neugierig ist, ist herzlich willkommen. Unsere Sonderöffnungstage im März Vor dem offiziellen Saisonstart öffnet die Galerie für diese Ausstellung an folgenden Tagen: * 7. März 2027, Sonderveranstaltung ab 12:00 Uhr * 13. und 14. März 2027 * 20. und 21. März 2027 * 27. und 28. März 2027 Ab April bleiben die Nordlichter präsent Die März-Ausstellung ist zugleich ein Vorgeschmack auf das kommende Galerieprogramm: Ab dem offiziellen Saisonstart im April 2027 präsentiert die Künstlerkolonie im Obergeschoss dauerhaft wechselnde Ausstellungen mit Arbeiten ihrer Mitglieder. Damit gibt es immer wieder neue Werke, andere Zusammenstellungen und weitere Facetten der Nordlichter zu entdecken. Von April bis September werden im Untergeschoss der Galerie interessante Wechselausstellungen von Gastkünstler präsentiert. Kommen Sie vorbei, lernen Sie uns kennen und lassen Sie sich überraschen, wie vielfältig Kunst aus unserer Region sein kann.

Vergangene Ausstellungen

Weltweh und Himmelssehnsucht Rückblick

8. August bis 28. September 2026

Weltweh und Himmelssehnsucht

Künstler Geli Schöning; Rainer Schöning; Grit Günther

Die blaue Stunde in Mecklenburg-Vorpommern Rückblick

5. Juni bis 26. Juli 2026

Die blaue Stunde in Mecklenburg-Vorpommern

Künstler Wolf Herondis

ARTikulation Rückblick

31. März bis 1. Juni 2026

ARTikulation

Künstler Heidi Kraus; Birgit Blümel

Hier sind wir zu Hause Rückblick

30. Juli bis 28. September 2025

Hier sind wir zu Hause

Künstler Hans-Jürgen Neuhaus; Tobias Biering

Naturfotografie und Tanz im Wind Rückblick

4. Juni bis 27. Juli 2025

Naturfotografie und Tanz im Wind

Künstler Dr. Jochen Vogl; Susanne Vogl

Die Poesie der Schönheit Rückblick

29. März bis 1. Juni 2025

Die Poesie der Schönheit

Künstler Dieter Kittel

Kunstgeschichte aus Franzburg

Bertram von Schmiterlöw

Der 1925 in Franzburg geborene Maler und Heimatforscher Bertram von Schmiterlöw blieb seiner Heimatstadt bis zu seinem Tod im Jahr 2021 eng verbunden. Von 1954 bis 1992 arbeitete er am Kulturhistorischen Museum Stralsund. 1992 ernannte ihn Franzburg zum Ehrenbürger. Seine Arbeiten befinden sich heute unter anderem im STRALSUND MUSEUM, in der Kunsthalle Rostock und im Staatlichen Museum Schwerin.

Geschichte und Zukunft

1. Zur Geschichte von Franzburg

Franzburg, eine Stadt mit klösterlichen Wurzeln

Die Geschichte Franzburgs reicht weit in das Mittelalter zurück. Ihren Ausgangspunkt nahm sie im Jahr 1231, als der Rügenfürst Wizlaw I. dem Zisterzienserorden die Gründung eines Klosters gestattete. Mönche aus dem niederrheinischen Kloster Kamp errichteten hier das Kloster Neuenkamp. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte es sich zu einem bedeutenden geistlichen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der Region.

Die Klosterkirche entstand überwiegend zwischen 1280 und 1330. Sie gehörte zu den eindrucksvollen mittelalterlichen Backsteinbauten Vorpommerns und soll eine Länge von rund 90 Metern erreicht haben. Von der einst großen Klosteranlage blieb nur ein Teil der ehemaligen Kirche erhalten. Dieses Bauwerk prägt noch heute das historische Zentrum Franzburgs.

Mit der Reformation endete die Geschichte des Klosters. Im Jahr 1535 wurde Neuenkamp säkularisiert. Einige Jahrzehnte später ließ Herzog Bogislaw XIII. von Pommern auf dem früheren Klostergelände ein repräsentatives Schloss errichten. Es gehörte neben den Residenzen in Stettin und Wolgast zu den größten herzoglichen Schlossanlagen Pommerns.

Der Name Franzburg erschien erstmals 1587 in der Form „Frantzenburgh“. Bogislaw XIII. benannte das Schloss zu Ehren seines Schwiegervaters, Herzog Franz von Braunschweig-Lüneburg. Im selben Jahr erhielt der Ort das Stadtrecht. Die gezielte Ansiedlung von Handwerkern, insbesondere von Tuchmachern, sollte die wirtschaftliche Entwicklung der jungen Stadt fördern.

Die ersten Jahrzehnte der Stadtgeschichte waren jedoch von Krieg und Zerstörung überschattet. Im Jahr 1628 wurde Franzburg während des Dreißigjährigen Krieges durch Truppen Wallensteins geplündert und verwüstet. Bereits im Vorjahr war mit der sogenannten Franzburger Kapitulation ein Vertrag geschlossen worden, der die Einquartierung kaiserlicher Truppen im Herzogtum Pommern regelte und für die Bevölkerung schwerwiegende Folgen hatte.

Ab 1631 stand Franzburg unter schwedischer Herrschaft. Diese Epoche dauerte fast zwei Jahrhunderte. Das im Krieg beschädigte Schloss wurde 1660 auf Anweisung der schwedischen Verwaltung abgetragen. Seine Steine fanden vermutlich bei anderen Bauvorhaben Verwendung. Die letzten baulichen Überreste der einstigen Schlossanlage verschwanden im 19. Jahrhundert.

Seit 1721 war Franzburg Sitz einer Distrikthauptmannschaft für das Gebiet zwischen Barth, Tribsees und Grimmen. Mehrere Stadtbrände, darunter jene von 1736 und 1758, hinterließen deutliche Spuren. Dennoch blieb Franzburg ein wichtiger Verwaltungsort.

Mit dem Übergang Neuvorpommerns an Preußen im Jahr 1815 wurde Franzburg Sitz des Landrates und des Amtsgerichtes für den damaligen Kreis Franzburg. Damit gewann die Stadt erneut überregionale Bedeutung. Verwaltungsgebäude, Bürgerhäuser und öffentliche Einrichtungen prägten zunehmend das Stadtbild.

Heute ist Franzburg eine kleine vorpommersche Stadt, deren Geschichte an vielen Stellen sichtbar geblieben ist. Die erhaltene ehemalige Kloster- und Schlosskirche, das historische Amtsgebäude, der Klostergarten und weitere denkmalgeschützte Bauten erinnern an die unterschiedlichen Epochen des Ortes.

Franzburg ist damit weit mehr als ein ehemaliger Verwaltungsstandort. Die Stadt verbindet klösterliche Geschichte, pommersche Herzogstradition, schwedische und preußische Vergangenheit mit einem lebendigen kulturellen Leben der Gegenwart.

2. Zur Geschichte der Galerie Franzburg

Von historischen Mauern zu einem Ort der Kunst

Die Geschichte der Galerie Franzburg ist eng mit dem historischen Zentrum der Stadt und mit dem ehemaligen Kloster- und Schlossareal verbunden. Das Gebäude in der Petersstraße 1 bis 2, in dem sich die Galerie befindet, liegt zwischen Kirche, Amtsgebäude und Klostergarten. Seine baulichen Ursprünge reichen vermutlich bis in das späte 16. Jahrhundert zurück.

Bauhistorische Untersuchungen ergaben, dass wesentliche Teile des Gebäudes um 1591 entstanden. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte es sich um ein bedeutendes Wirtschaftsgebäude des früheren herzoglichen Schlossbezirkes gehandelt haben. Seine Größe, die verwendeten Backsteine und Feldsteine sowie die Lage unmittelbar vor dem ehemaligen Schloss sprechen für diese Annahme.

Das Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Größere Umbauten oder Reparaturen lassen sich für die Zeit um 1771 nachweisen. Um 1811 erfolgte eine klassizistische Überformung, weitere Veränderungen wurden um 1900 vorgenommen. In einem späteren Anbau befanden sich zeitweise Arrestzellen des 19. Jahrhunderts. Das Haus diente somit über lange Zeit unterschiedlichen Verwaltungs- und Wirtschaftszwecken.

Im Jahr 2009 wurden im Vorfeld der geplanten Sanierung bauarchäologische und restauratorische Untersuchungen durchgeführt. Dabei konnten verschiedene Bauphasen und historische Ausstattungsmerkmale festgestellt werden. Ziel der anschließenden Arbeiten war es, die erhaltene Bausubstanz zu sichern und das geschichtsträchtige Gebäude schrittweise einer öffentlichen kulturellen Nutzung zuzuführen.

Mit der Einrichtung der Galerie erhielt das Haus eine neue Aufgabe. Aus einem historischen Funktionsgebäude wurde ein Ort, an dem Kunst gezeigt, vermittelt und gemeinsam erlebt werden kann. Die Galerie bietet vor allem Künstlerinnen und Künstlern aus Franzburg, Vorpommern und Mecklenburg-Vorpommern eine Möglichkeit, ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen.

In regelmäßig wechselnden Ausstellungen wurden und werden unterschiedliche künstlerische Bereiche präsentiert. Das Spektrum reicht von Malerei und Grafik über Fotografie und abstrakte Kunst bis zu Lichtobjekten, Keramik, Schmuck und Kunsthandwerk. Dadurch entwickelte sich die Galerie zu einem vielseitigen Ausstellungsort, der sowohl bekannte Kunstschaffende als auch neue künstlerische Positionen sichtbar macht.

Eine besondere Verbindung besteht zum Franzburger Maler und Heimatforscher Bertram von Schmiterlöw. Er wurde 1925 in Franzburg geboren, arbeitete viele Jahre am Kulturhistorischen Museum Stralsund und blieb seiner Heimatstadt zeitlebens eng verbunden. Im Jahr 1992 ernannte ihn Franzburg zum Ehrenbürger. Werke aus seinem umfangreichen Schaffen wurden wiederholt in der Galerie präsentiert.

Auch das unmittelbare Umfeld trägt zur besonderen Atmosphäre des Hauses bei. Die historische Kirche, der Klostergarten und das benachbarte Café Wieckhaus bilden gemeinsam mit der Galerie ein kleines kulturelles Ensemble im Herzen der Stadt.

Die Galerie Franzburg verbindet auf besondere Weise Denkmalpflege und Gegenwartskunst. Ihre Mauern erzählen von der Kloster- und Schlossgeschichte Franzburgs, während ihre Ausstellungen immer wieder neue künstlerische Sichtweisen eröffnen. Damit ist sie ein Ort für Kunst, Geschichte und Begegnung.

Ein neues Kapitel ab 2027

Am 9. September 2026 stellte Wolfgang Hube das gemeinsam mit der Künstlerkolonie - die Nordlichter“ entwickelte Zukunftskonzept für die Galerie Franzburg der Sozialkommission der Stadt Franzburg vor. Im Beisein des Bürgermeisters Dieter Holder und von Karin Esins, Sachbereich Kultur, Schule und Sport, wurde das Konzept einstimmig angenommen.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Umbenennung der Galerie in „Bertram von Schmiterlöw Galerie Franzburg“ zum Beginn des Jahres 2027. Die erforderliche Zustimmung der Nachlassverwalterin Margitta Pundt war bereits im Vorfeld eingeholt worden.

Mit der Namensgebung würdigt die Stadt ihren 1925 in Franzburg geborenen Ehrenbürger, Maler und Heimatforscher Bertram von Schmiterlöw. Sein künstlerisches und kulturhistorisches Erbe soll künftig einen festen Platz im Profil der Galerie erhalten. Zugleich bleibt das Haus offen für zeitgenössische Kunst, unterschiedliche Ausdrucksformen und Kunstschaffende aus Franzburg, Vorpommern und darüber hinaus.

Ab Anfang 2027 übernimmt die Künstlerkolonie - die Nordlichter im Auftrag der Stadt Franzburg die vollständige Organisation und künstlerische Koordination der Galerie. Dazu gehören insbesondere die Planung und Einrichtung wechselnder Ausstellungen, die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern, Vernissagen und Finissagen, Veranstaltungen, Lesungen, Workshops, Kreativangebote sowie die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.

Die Galerie bleibt dabei ein Haus der Stadt Franzburg. Die organisatorische und künstlerische Arbeit der Nordlichter erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt, den Mitarbeiterinnen der Galerie und den beteiligten kulturellen Einrichtungen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit der Schlosskirche, dem Klostergarten, dem Café Wieckhaus und dem angrenzenden Kreativraum. Gemeinsam sollen Öffnungszeiten, Veranstaltungen, Besucherangebote und Werbemaßnahmen koordiniert werden. Auf diese Weise entsteht im historischen Zentrum Franzburgs ein zusammenhängendes kulturelles Angebot, von dem alle beteiligten Einrichtungen profitieren.

Zum zukünftigen Programm gehören wechselnde Ausstellungen, Kunst:Offen, das Klostergartenfest, der Tag des offenen Denkmals, Angebote für Kinder und Familien sowie der Franzburger Kunstadvent. Regionale Geschichte, Musik, Literatur, Kunstvermittlung und persönliche Begegnungen sollen das Ausstellungsprogramm ergänzen.

Mit der Entscheidung vom 9. September 2026 beginnt für die Galerie Franzburg ein neues Kapitel. Als „Bertram von Schmiterlöw Galerie Franzburg“ soll sie sich zu einem lebendigen Ort für Kunst, Geschichte und Begegnung entwickeln.

Dabei folgt sie einem einfachen Leitgedanken:

„Die Galerie bringt Menschen zur Kunst, und die Kunst bringt Menschen nach Franzburg.“

Besuchen Sie uns

Adresse

Galerie Franzburg
Petersstraße 1
18461 Franzburg

Öffnungszeiten 2026

3. April bis 31. Oktober
Freitag bis Sonntag
12:00 bis 17:00 Uhr

Kontakt

Ansprechpartnerin: Marita Thielke
038322 59284

galerie-franzburg@t-online.de

Route anzeigen E-Mail schreiben

Die Galerie liegt im Zentrum von Franzburg neben der Kirche. Parkplätze, der Klostergarten und ein Spielplatz befinden sich in unmittelbarer Nähe. Die Galerie ist barrierefrei zugänglich.